Die Kulturfestspiele “Kulturantara”, die alle zwei Jahre stattfinden, sind ein besonderes Treffen verschiedener deutscher Auslandsschulen aus ganz Asien, bei dem Kreativität, kultureller Austausch und gemeinsames Lernen im Mittelpunkt stehen.
Dieses Jahr fanden sie in Jakarta, Indonesien statt und waren für uns als Schülerinnen und Schüler der CDSC eine unvergessliche Erfahrung.
Schülerinnen und Schüler verschiedener deutscher Auslandsschulen aus Asien kamen zusammen, darunter gehörten: Neu Delhi (Indien), Manila (Philippinen), Kuala Lumpur (Malaysia), Bangkok (Thailand), Jakarta (Indonesien) und natürlich wir aus Chiang Mai. Insgesamt nahmen jeweils zwölf Schülerinnen und Schüler pro Schule teil, sodass eine vielfältige und internationale Gruppe entstand.
Trotz unserer unterschiedlichen Hintergründe waren wir alle durch eines verbunden: unsere Neugier voneinander zu lernen, neue Kulturen zu entdecken und gemeinsam kreativ zu sein.
Nach unserer Ankunft in Jakarta wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien aufgenommen, was uns ermöglichte, die indonesische Kultur auch im Alltag kennenzulernen und zu erleben. Von Anfang an fühlten wir uns willkommen und gut aufgehoben. Die Familien waren unglaublich freundlich, offen und engagiert. Besonders schön war, dass viele von ihnen großes Interesse an den Kulturfestspielen zeigten, unsere Workshops verfolgten und bei den Aufführungen mitfieberten.
Wir sind unseren Gastfamilien für all ihre harte Arbeit und die Zeit, die sie in uns steckten, sehr dankbar.
Am ersten Abend fand eine große Eröffnungsveranstaltung statt, bei der jede Schule eine eigene Aufführung präsentierte. Diese Beiträge haben die Schulen schon Wochen vorher geplant und geprobt, was sich in der Vielfalt der Darbietungen widerspiegelte. Das Programm reichte von Tänzen und Musik bis hin zu Theateraufführungen und kreativen Inszenierungen.
Unsere Schule präsentierte eine Mischung aus traditionellem thailändischen Tanz und modernen Elementen. Die Aufführung begann mit einem klassischen thailändischen Lied und ging anschließend in das Lied “Samakkee Pee Nong Thai” über. Während die Jungen aus unserer Schule sangen, führten die Mädchen eine Choreographie auf, welche sowohl traditionelle thailändische Bewegungen als auch moderne Bewegungen vereinte.
Auch die anderen Schulen beeindruckten mit ihren Beiträgen und spiegelten ihre jeweiligen kulturellen Einflüsse in ihrer Darstellung wider. So präsentierte die Schule aus Neu-Delhi eine energiegeladene Mischung aus Hip-Hop und traditionellen indischen Tanzelementen, während die Schule aus Kuala Lumpur ein Theaterstück zu den Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt präsentierte. Besonders musikalisch war der Beitrag der talentierten Schülerinnen und Schüler aus Manila. Sie führten mehrere Lieder auf, wobei vor allem “Raining in Manila” besonders unvergesslich war.
Insgesamt entstand ein abwechslungsreiches und inspirierendes Programm, das die Vielfalt der teilnehmenden Schulen eindrucksvoll widerspiegelte.
Das Programm startete mit einem gemeinsamen Besuch in einem indonesischen Museum. Dieser Besuch bot uns einen spannenden ersten Einblick in die Kultur und Geschichte des Landes. Wir lernten viel über die Traditionen Indonesiens. Der Museumsbesuch war ein sehr erfolgreicher Einstieg in die Kulturfestspiele.
In den darauffolgenden drei Tagen standen zahlreiche Workshops im Mittelpunkt des Events. Diese waren sowohl kreativ als auch kulturell vielfältig.
Insgesamt nahmen wir an mehreren Kurzzeit-Workshops sowie einem Langzeit-Workshop teil.
Kurzzeit Workshops
Die Auswahl an Kurzzeit-Workshops war sehr abwechslungsreich: Es wurde angeboten, Standardtänze, wie zum Beispiel den “Walzer” oder den “Cha cha cha” zu lernen. Besonders spannend waren die kreativen Workshops, in denen wir beispielsweise Stoffe mit Blumen aus unseren jeweiligen Ländern bemalten, Makramé gestalteten oder Bambus flechten lernten. Dabei hatten wir die Möglichkeit, unserer Kreativität freien Lauf zu lassen und neue Techniken mit Unterstützung der jeweiligen Workshopleiter auszuprobieren. Auch gab es einen Workshop, in dem man mit Naturfasern hängende Deko-Figuren, wie zum Beispiel Fische oder Vögel bastelte. Es gab aber auch musikalische Angebote, darunter waren das Spielen von Cajon oder traditioneller indonesischer Instrumente wie das Angklung, waren Teil des Programms.
Langzeit Workshops
Neben diesen kürzeren Workshops gab es auch Langzeit-Workshops. Das Ziel dieser Langzeit-Workshops war es, eine gemeinsame Aufführung zu entwickeln, die am letzten Abend bei der Abschlussfeier vor allen anderen Schülerinnen und Schülern präsentiert wurde. Es gab verschiedene Gruppen, beispielsweise Hip-Hop oder Fusion Motion. Es gab aber auch musikalische Darbietungen sowie traditionelle indonesische Tanzformen wie zum Beispiel “Tinikling”, bei dem die Schülerinnen und Schüler rhythmisch zu Bambusstöcken tanzen mussten.
Der Abschlussabend war ein emotionaler Höhepunkt der Kulturfestspiele. Mit großer Aufregung wurden die Ergebnisse der verschiedenen Workshops vorgestellt. Im Anschluss fand ein großes gemeinsames Buffet statt, bei dem alle zusammenkamen, um die Erlebnisse und die gemeinsame Zeit zu feiern und ein letztes Mal Zeit miteinander zu verbringen.
Am Sonntagmorgen trafen wir uns ein letztes Mal an der Schule, um von allen Abschied zu nehmen. Wir machten uns mit dem Schulbus auf den Weg zum Flughafen, wo wir unsere Heimreise antraten.
Kulturantara 2026 war für uns alle eine bereichernde Erfahrung, die nicht nur unsere kreativen Fähigkeiten gefördert hat, sondern auch den interkulturellen Austausch und neue Freundschaft ermöglicht hat. Wir konnten neue Sachen ausprobieren, Freundschaften knüpfen und unvergessliche Erinnerungen sammeln.
Doch selbst dieser Bericht kann nur einen kleinen Einblick in das geben, was wir wirklich erlebt haben. Die vielen besonderen Momente und Erlebnisse lassen sich kaum in Worte fassen und wir freuen uns schon auf die nächsten Kulturfestspiele in Manila 2028.
Berit Klasing










